Am Leisniger Platz in Pieschen werden die Bauarbeiten an den Bushaltestellen am S-Bahnhof Pieschen am Freitag abgeschlossen. Seit Mitte Februar wurden die beiden Haltestellen barrierefrei ausgebaut und mit digitalen Fahrgastinformationsanzeigen (DFI) ausgestattet. Am Freitagnachmittag, 24. Juli 2026, hebt die Stadt alle Verkehrseinschränkungen auf. 
Ursprünglich sollten die Arbeiten von Januar bis Mai 2026 stattfinden. Der Baubeginn verschob sich jedoch. Stattdessen starteten die Arbeiten erst Mitte Februar.
Bessere Umsteigemöglichkeiten
Die Stadt verschob die Bushaltestellen näher an den Zugang zum S-Bahnhof. Dadurch verbessern sich die Umsteigemöglichkeiten zwischen Bus und S-Bahn. Zusätzlich entstand ein Buswartesteig für die Wendezeit der Linie 76.
Die Haltestellen erhielten neue Fahrgastunterstände, Sitzgelegenheiten und dynamische Fahrgastinformationsanzeigen. Außerdem versetzte die Stadt den Fahrscheinautomaten in die Nähe der Haltestellen.
Neue Querung mit Mittelinsel
Im Zuge der Bauarbeiten entstanden Mittelinseln in der Fahrbahn. Sie ermöglichen Fußgängern eine sichere Querung der Straße. Die Maßnahme setzt Teile der vom Stadtrat beschlossenen Fußverkehrsstrategie um. Auch für den Radverkehr gibt es Änderungen. Am südlichen Ende können Radfahrer künftig sicherer nach links in die Torgauer Straße abbiegen. Dafür soll die Mittelinsel als Aufstellfläche dienen.
Außerdem pflanzten die Bauarbeiter zwei Amberbäume entlang des westlichen Gehwegs. Sie erneuerten die Straßenabläufe und verlegten Fernmeldekabel um. Die Landeshauptstadt Dresden finanzierte das Projekt. Die Kosten liegen bei rund 670.000 Euro. Die Firma Frauenrath Bauunternehmen GmbH führte die Arbeiten aus.
Diskussion um sichere Querung
Mit dem Abschluss der Bauarbeiten endet auch ein jahrelanger Prozess. Nach Angaben der SPD-Fraktion hatten sich Anwohner, der Stadtbezirksbeirat und die Fraktion über viele Jahre für eine sicherere Querung am S-Bahnhof eingesetzt. Nach Angaben der Stadt wird die Straße täglich von rund 9.200 Fahrzeugen befahren (Quelle: Themenstadtplan Dresden).
SPD-Stadtrat Stefan Engel verweist darauf, dass Anwohner bereits 2017 mit einer Petition auf die aus ihrer Sicht gefährliche Situation aufmerksam gemacht hatten (Pieschen-Aktuell vom 23. März 2017). Der Stadtbezirksbeirat sprach sich nach seinen Angaben 2018 und 2020 für einen Fußgängerüberweg aus. Ein Zebrastreifen sei jedoch aufgrund der geltenden Richtlinien nicht möglich gewesen. Stattdessen entstand nun die Querung mit Mittelinseln. 





Fragen: Auf der einen Seite steht ein Wartehäuschen für den Bus und auf der anderen Seite fehlt es, warum? Kann man mit dem KFZ auf den Fahrspuren noch Fahrräder überholen? Kann man mit dem KFZ an dem haltenden Bus noch vorbeifahren? Kommt man als Fußgänger auf dem Fußweg im Haltestellenbereich noch durch, wenn Bus und S-Bahn gleichzeitig Fahrgastwechsel haben? Sind die Fußwege schmaler geworden? Wem nützt die durchgehende Mittelinsel, zwei Übergangsbereiche hätten doch gereicht?
Hallo Edgar; Antworten nach bestem Wissen:
Auf der einen Seite steht ein Wartehäuschen für den Bus und auf der anderen Seite fehlt es, warum? – Auf der südlichen Seite fehlt der Platz dafür.
Kann man mit dem KFZ auf den Fahrspuren noch Fahrräder überholen? Nein.
Kann man mit dem KFZ an dem haltenden Bus noch vorbeifahren? Nein.
Kommt man als Fußgänger auf dem Fußweg im Haltestellenbereich noch durch, wenn Bus und S-Bahn gleichzeitig Fahrgastwechsel haben? Ja.
Sind die Fußwege schmaler geworden? Dazu liegen mir keine Erkenntnisse vor.
Wem nützt die durchgehende Mittelinsel, zwei Übergangsbereiche hätten doch gereicht? Die Mittelinsel nützt querenden Fußgängern. Ob zwei Übergangsbereiche ausgereicht hätten, kann ich nicht beurteilen, aber es gab in dem Bereich in den vergangenen Jahren immer mal wieder Unfälle, siehe Themenstadtplan.
Die Querung ist übrigens Teil der vom Stadtrat beschlossenen Fußverkehrsstrategie.
@Edgar: zu letzterer frage kann ich nur spekulieren, aber meine vermutung wäre, dass durchgehende mittelinseln zu langsamerer fahrweise führen, sprich höherer verkehrssicherheit. an ähnlichen übergängen, mit kleineren mittelinseln, sieht man immer mal wieder autos, die verbotenerweise links an der insel vorbeirasen um einen haltenden bus oder ein davor fahrendes fahrrad zu überholen. und das ist ja nun wirklich schweinegefährlich.