Wir haben auf Sankt Pieschen mal in die Runde gefragt und stellen ein paar der Beteiligten vor.
Autohof Koenitz – Florence

Ich bin Jahr für Jahr hier. Andreas Koenitz ist ein Freund von mir. Mal hat er mir mit dem Auto geholfen, jetzt helfe ich hier. Einer hilft dem anderen. Abends war es immer brechend voll dieses Wochenende. Hier spielen immer Jazz- und Dixielandbands. Das zieht schon viele Leute an. Vormittags ist Kinderprogramm, das ist ganz reizend. Und den Kuchen bäckt mit Liebe die Partnerin von Andreas Koenitz selber. Die Stimmung dieses Jahr ist sehr friedlich, angenehm, freudvoll. Die Leute sind gut drauf. Es gibt wie jedes Jahr den obligatorischen Regen.
Andreas Koenitz ist einer der Hauptorganisatoren und hält beim Sankt Pieschen die Fäden in der Hand. Er organisiert auch die Straßensperrungen und so, aber es wird von Jahr zu Jahr bürokratischer, teurer, schwieriger. Der Autohof ist die Keimzelle von Sankt Pieschen. Ich glaube, hier hat die Orga mal angefangen und dann hat sich das hier ausgeweitet.
Stoffwechsel Dresden e.V.

„Wir als Stoffwechsel sind seit dem zweiten Festtag schon da. Von zehn bis achtzehn Uhr haben wir eine Spielstraße aufgebaut und freuen uns über die leuchtenden Kinder- und Erwachsenenaugen. Wir haben einen Kletterturm, eine Wasserbahn, auf der die Entchen schwimmen und alles ist auf Spendenbasis. Manche Eltern haben einfach nicht so viel Geld und so können auch einige Entchen kostenfrei mit heimgenommen werden. Am Kletterturm wachsen viele über sich hinaus, sowohl die Kinder als auch die Eltern.
Wir freuen uns immer, wie die Hüpfburg angenommen wird, denn die Schlangen sind sehr lang. Auch an der Schminkstation ist es immer wieder sehr interessant zu sehen, was in den Kindern und auch in den Erwachsenen steckt. Für die Fußballwütigen haben wir eine Soccer-Arena, das wird auch gut angenommen. Sonntagmorgen ist ja immer der ökumenische Gottesdienst und da beobachten dann die Kids, wie die Spielstraße aufgebaut wird. Für die ist das dann wie Weihnachten, wenn die Spiele losgehen.
Für’s nächste Jahr ist wieder die Frage, ob wir die Spielstraße hier leisten können, was wir ja gerne würden. Die Frage liegt im finanziellen und beim Personal. Das Equipment ist ja da. Wir sind sehr dankbar, dass die Organisation von Sankt Pieschen, Herr Koenitz, uns immer wieder anfragt.
Herausfordernd ist, dass wir abends immer alles abbauen müssen, weil wir keine Nachtwache stellen können für das Equipment, welches wir stehenlassen würden. Das Schlimmste ist dann, dass das hier eine leere Straße ist. Wenn man von der Hauptbühne in die Konkordienstraße hineinschaut, erblickt man nur noch eine dunkle Straße. Viele Gäste vermuten dann nicht, dass es beim Autohof Könitz noch weiter geht mit dem Fest. Unsere Idee wäre, dass sich kleinere, seriöse Schausteller auf der Konkordienstraße aufstellen, damit die Straße auch nach achtzehn Uhr weiter belebt ist. So, dass die Leute wissen: hier geht’s noch weiter.“
Savoir Vivre

„Es läuft wirklich gut. Es ist noch harmonischer als im letzten Jahr. Man hat so ein schönes Publikum und eine gesellschaftliche Mischung, das ist schon wirklich toll. Überall siehst du Menschen, die mit ’nem Stand was finden, was zu denen passt. Bei mir können die Leute mal ’nen Cremant trinken, von einem Käseteller naschen oder mal in einem klimatisierten Raum sitzen. Ein Glas Champagner kann man kriegen. Draußen ist es wuseliger, und hier drinnen ist eher die Oase. Wir laden die Leute mehr zum längeren Verweilen ein. Wenn die eine Runde gedreht haben, sind viele schon eine halbe bis eine Stunde mal da. Kein schneller Verzehr, sondern ganz in Ruhe. Die Gäste bekommen einen Antipasti-Teller, schön was zu trinken mit dazu und dann haben die hier einfach Atmosphäre.
Die Professionalität in der Organisation dieses Jahr muss man wirklich bewundern. Das ist eine Struktur, die einzigartig ist, und das alles im Ehrenamt! Die Aufgabenverteilung, die Gruppenbildung, die Verantwortungsbereiche – es ist spürbar hochprofessionell. Das muss man im unbezahlten Ehrenamt erst einmal schaffen! Da muss man Andreas Koenitz und seine Truppe echt loben. Die haben das im Hintergrund so strukturiert, dass man sich wohlfühlt und nicht unruhig wird und denkt: ‚Oh, wann bricht’s denn zusammen?‘, Nein es klappt wirklich gut!“




